Wie handelt man Binäre Optionen?

Der Handel mit Binären Optionen setzt ein Konto bei einem Binäre Optionen Broker voraus. Bei der Wahl dieses Brokers spielen dessen Bedingungen - Mindestkapitalisierung, angebotene Assets und Handelsarten, Lizenzierung - eine Rolle. Wenn dieses Konto eingerichtet ist, kann der Handel mit Echtgeld beginnen, viele Broker bieten darüber hinaus ein Demokonto an.

Durchführung des Handels mit Binären Optionen

Beim Handel mit Binären Optionen sind Vorkenntnisse in zweierlei Hinsicht nötig: Der Trader sollte die Märkte einigermaßen kennen, die er handeln möchte, zudem muss er die Brokersoftware in ihren Funktionen verstanden haben. Diese Kenntnisse sind jedoch keine Wissenschaft, sondern in der Regel recht schnell zu erwerben. Die Broker bieten verschiedene Arten von Optionen wie Call und Put, Touch oder Range auf die vier Assetklassen Aktienindizes, Einzelaktien, Rohstoffe und Währungspaare an. Welche Möglichkeiten sich dabei ergeben, soll in einem gesonderten Beitrag erörtert werden. Die Durchführung des Handels erfolgt in folgenden Schritten: 

  • Wählen Sie eine Assetklasse beim Broker aus.
  • Wählen Sie das gewünschte Asset (den Anlagewert), also beispielsweise den Dax, das Währungspaar EUR/USD, Gold oder die Einzelaktie von Daimler (alles willkürliche Beispiele).
  • Entscheiden Sie über die Art Ihrer Spekulation und davon abgeleitet über die Optionsart: Soll der Basiswert steigen oder fallen? Dann wäre eine Call- oder Put-Option zu wählen. Soll er in einer bestimmten Range enden oder eine Preisgrenze berühren? Hierfür gibt es Range- und Touch-Optionen.
  • Wählen Sie eine Zeitdauer für die Option. Diese kann zwischen 30 Sekunden bis zu einem Jahr liegen, falls der Broker dieser Zeiträume anbietet. Optionen ab 15 Minuten Laufzeit über einige Stunden, bis zum Ende des Handelstages, über mehrere Tage und auch Wochen oder gar Monate bietet fast jeder Broker an.
  • Wählen Sie Ihren Kapitaleinsatz für die Option.
  • Buchen Sie die Option per Mausklick am PC oder Touch auf dem Smartphone- oder Tablet-Display.

Die meisten Broker bieten Zusatzfeatures an. Das wäre etwa Early Closure (vorzeitiges Schließen), Rollover (Verlängern) oder Option Builder (Eigenkonstruktion der Option). Darüber können sich Trader informieren und diese Werkzeuge nach und nach implementieren, der Handel funktioniert aber grundsätzlich auch ohne diese Features.

Wie viel Geld soll ich zum Handel mit Binären Optionen einsetzen?

Der Mindestkapitaleinsatz pro Option bewegt sich brokerabhängig zwischen minimal einem bis rund 25 Euro, in seltenen Fällen auch darüber. Der Handel mit Binären Optionen ist grundsätzlich gebührenfrei, sodass ein Trader durchaus mit einem Euro handeln könnte, er hat dabei nichts zu verlieren bis auf den einen Euro. Natürlich wird kaum jemand mit so wenig Geld handeln, jedoch wäre es gar nicht unklug, allein zum Lernen ruhig anfangs auf eine Option nur 10, 30 oder 50 Euro zu setzen - nicht mehr. Die Gewinne betragen bei einfachen Call- und Put-Optionen rund 75 bis 90 %, bei Touch-Optionen werden High Yields zwischen rund 120 - 700 % ausgeschüttet. Der Broker gibt die möglichen Gewinne vorab bekannt. Im Verlustfall verfällt die Option komplett, manche Broker erstatten 10 - 15 % zurück. Der Kapitaleinsatz wird durch das Risiko der Option bestimmt, denn per Stopploss ist dieses nicht zu begrenzen (bestenfalls durch ein Early Closure, dann aber nur bei einer im Gewinn liegenden Option). Das bedeutet: Wer sich seiner Sache nicht ganz sicher ist, sollte eher kleinere Kapitaleinsätze wählen und dafür vielleicht etwas häufiger traden, was schließlich bei Binären Optionen sehr einfach ist.

Einfache Regeln für den Handel mit Binären Optionen

Wie bei jedem Trading helfen auch beim Handel mit Binären Optionen einige Grundregeln weiter, die erfahrene Trader in ähnlicher Form aus anderen Handelsbereichen kennen. Allerdings lässt sich nicht alles 1:1 übernehmen, wie schon aus der ersten Regel zum Risikomanagement hervorgeht.  

  • Der Kapitaleinsatz pro Trade sollte rund fünf Prozent des Gesamtkapitals betragen. In anderen Bereichen empfiehlt man ein Risiko von ein bis zwei Prozent, das wäre für Binäre Optionen etwas zu wenig, weil der Trader für die volle Investition dann 50 bis 100 Optionen handeln müsste.
  • Grundsätzlich kann (bei jedem Trading) nur so viel Geld eingesetzt werden, wie es sich der Trader leisten kann zu verlieren. Diese Regel gilt immer und überall, hängen Sie sie über Ihr Bett.
  • Ein alternatives Chartsystem zu dem des Brokers ist immer zu empfehlen - jedenfalls so lange, bis diesem Broker und seinen Datenfeed vertraut werden kann.
  • Kurz laufende Call- und Put-Optionen sind sicherer als Langläufer. Wer weiß schon, wie sich ein Kurs in Tagen oder Wochen entwickelt? Viele Trader wählen maximal einen 15- bis 60-Minuten-Bereich.
  • Bei hoher Volatilität können Reversals getradet werden, also die Gegenrichtung des gerade vorherrschenden Trends.
  • Der Fokus sollte auf maximal 20 bis 25 Assets liegen, die sich wiederum auf alle Assetklassen verteilen. Einige Werte wie Gold und Silber, aber auch Dax und Dow laufen recht parallel.
  • Weniger ist mehr: Wer kein Setup findet, sollte auf den Trade verzichten. Damit vermeiden Sie auch Overtrading.
  • Moneymanagement: Notieren Sie über lange Zeiträume Ihre Gewinne und Verluste. Es genügt, wenn Sie penibel vermerken, wie viel Geld Sie auf das Tradingkonto überwiesen und wie viel von dort entnommen haben. Sie werden staunen.
Allgemeiner Risikohinweis: Der Handel mit binären Optionen, Forex und CFDs ist höchst spekulativ und kann zum Verlust des Gesamtkapitals führen. Investieren Sie nur die Summe, deren Verlust Sie verschmerzen können.
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